Mira Lobe (1913–1995)
Abstract
Mira Lobe wird bis heute als Doyenne einer neuen Poetik der Kinderliteratur aus Österreich gesehen, die charakteristisch für Entwicklungslinien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist. Ihre Texte, die kindliches Erleben mit viel Sprachwitz darstellen, zeichnen sich auch im Stil durch eine anspruchsvolle Einfachheit aus und greifen wiederkehrende Fragen und Motive (Ökologie, Selbstbestimmung, Gemeinschaftssinn) auf.
Der Beitrag stellt Lobes Bilderbuch Das kleine Ich-bin-Ich (1972) sowie Insu-Pu (1947; 1951) vor, das eine Mittelstellung zwischen Kinder- und Jugendbuch einnimmt. Er gibt zudem Einblick in ihre Biografie sowie den literarischen Kontext, in dem ihre Werke entstanden sind.